Wasser marsch

„Wasser marsch!“

Doch wie bekommt man das Wasser der Ruhr in den Teich?

Fragend schauen die 17 Kinder des Workshops Bernd Hillebrand, den Geschäftsführer vom Amt für Jugendarbeit an. Zahlreiche Rohre, Spaten, Schippen und Schubkarren liegen vor ihnen. Noch weiß niemand von den Teilnehmern so richtig, was sie damit machen sollen. Doch Bernd Hillebrand erklärt ihnen, dass sie mit Hilfe einer Pumpe Wasser aus der Ruhr in die Rohre befördern und dieses dann über ein Wasserrad in den selbst gebauten Teich leiten werden.

Sofort wird klar, dass hier jedes Kind anpacken muss, um dieses Projekt ans Laufen zu bringen. Ein Teil der Gruppe baut aus Holz kleine Wasserräder, der andere Teil kümmert sich zunächst um den Teich. Die Kinder schaufeln die Erde in die Schubkarren und schaffen somit eine Grube um das Wasser zu sammeln. „Ich glaube, morgen habe ich Muskelkater. Das ist ganz schön anstrengend“, meint Samira. Damit das Wasser nicht sofort im Erdboden versickert, legen alle gemeinsam das Loch mit einer Plane aus. Nach dem mühsamen Ausschaufeln kümmern sich die Kinder um die Pflanzen, die später den Teich schmücken sollen. Doch eine Frage hat Bernd Hildebrand an die jungen Arbeiter noch: „ Dürft ihr das zuhause auch machen – einfach mal so einen Teich buddeln?“ Luca-Sophie ist sich sicher: „Nein, dann zeigen meine Eltern mir nen Vogel.“

Doch jetzt bekommt jeder einen kleinen Sack und füllt diesen mit Sand um die Pflanzen darin einzusetzen. Die Mädchen buddeln im Dreck, sind aber nicht so begeistert  davon. Sie interessiert mehr, wie später das Wasser von den Rohren hoch auf die Wiese in den Teich gelangt. Um diesem Ziel etwas näher zu kommen, werden jetzt die Rohre von der Ruhr zum Teich  verlegt. Damit das Wasser über das selbst gebaute große Wasserrad laufen kann, werden die Rohre mithilfe eines Bockes hoch gestemmt. Die Kinder sind sich einig, dass sie das Rad vorher noch kunstvoll bemalen möchten.

Nachdem nun alles steht, rufen alle im Chor: „Wasser marsch!“ Doch irgendwie kommt das Wasser nicht im Teich an. „Das pumpt zu schnell, wir müssen jetzt ein Rohr einbauen, damit das Wasser zur Seite abfließen kann. Die Rohre können nicht das ganze Wasser auf einmal befördern“, meint Hendrik, der Jüngste der Gruppe. Doch bevor die Gruppe nach einer neuen Lösung sucht, stärken sie sich erst einmal beim Mittagessen.

Lisa Lill, News4U No.7