Wissensdurst..

Wissensdurst und Wasserwissen

„Sei schlau, denk blau!“ So heißt der Workshop den die Geschwister Simone (27) und Lea (18) Kötschau am Samstagmorgen beim Kindergipfel anbieten. Die Teilnehmer versammeln sich im großen Zirkuszelt. Dort soll ihnen im Verlauf des Workshops theoretisches Wissen zum Thema Wasser spielerisch näher gebracht werden.

Während die Gruppe sich eine Weltkarte anschaut, stellen Simone und Lea wichtige Fragen zum Thema Wasser. Auch nicht so offensichtliche Fragen, wie zum Beispiel warum der Elefant so große und der Eisbär so kleine Ohren hat bekommen Antworten. „Das liegt daran, dass der Elefant in heißen Gebieten lebt. Über seine Ohren kann er Wärme abgeben. Und da der Eisbär in der Arktis lebt, wo es ganz kalt ist, will er seine Körperwärme speichern. Dann wäre es ja schlecht, wenn er so große Ohren wie der Elefant hätte“, erklärt Simone Kötschau.

Dann sollen die Kinder selbst mal raten, wo denn überall Wasser vorkommt. Schnell finden sie heraus, dass auch der Mensch zu einem bestimmten Teil aus Wasser besteht. Aber zu wie viel Prozent denn nun genau? Die Kinder erraten schnell, dass es 70 Prozent sind. Doch auch wenn jeder Mensch zu ungefähr gleichen Teilen aus Wasser besteht, so ist das Wasser nicht ebenso gleichmäßig über die Erde verteilt. Es gibt Orte, an denen befindet sich so gut wie kein Wasser. In anderen Regionen  zeitweise viel zu viel. Beide Situationen sollen die Kinder mit Hilfen von Bastelmaterialien darstellen. Sie verwenden ganz viel blaues Krepppapier als Wasser, um die „Überschwemmung“ zu gestalten. Und auch die „Dürre“ basteln sie schnell zusammen. Danach lernen die Kinder noch etwas über den Wasserkreislauf und die Bedeutung des Wassers bei der Taufe.

„Uns ist es vor allem wichtig, dass die Kinder in diesem Workshop lernen, wie wichtig Wasser ist. Sie sollen wissen, wozu Menschen es verwenden, wo sie es selbst überall finden und welche Bedeutung es für die gesamte Welt hat“, sagt Simone Kötschau.

Sie und ihre Schwester bieten diesen Workshop zum ersten Mal an. Ihre Bedenken, dass das Angebot zu theoretisch sein könnte, ist unbegründet. Die Kinder lachen, malen, basteln und lernen nebenbei viele neue Fakten. Nachdem sie lernen, wie wichtig Wasser für den Körper ist und dass jeder Mensch am besten täglich zwischen 2,5 bis 3 Liter trinken sollte, darf die eigene Trinkpause natürlich nicht zu kurz kommen.

Ilka Papajewski, News4U